Jalousien bei Unwetter: So schützen Sie Ihre Anlage richtig
Die Jalousien bei Unwetter richtig zu positionieren, entscheidet oft darüber, ob die Anlage es unbeschädigt übersteht oder nicht. Starker Wind, Hagel und Sturmböen setzen Raffstorelamellen, Führungsschienen und Antrieb erheblich unter Druck und unüberlegtes Bedienen verstärkt dieses Risiko zusätzlich. Wer sein Zuhause umfassend vor Unwetter schützen möchte, sollte deshalb auch den Sonnenschutz mit einbeziehen. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Außenjalousien bei Unwetter korrekt einstellen, welche automatischen Lösungen sinnvoll sind und worauf Sie nach einem Unwetter achten sollten.
Wer sich für außenliegende Jalousien von ROMA entscheidet, erhält damit nicht nur einen funktionalen Sonnen- und Sichtschutz, sondern eine langlebige Lösung, bei der Design, Komfort und technische Ausstattung miteinander verbunden werden.
Möchten Sie Ihre Jalousien vor dem nächsten Unwetter schützen?
Jalousien bei Unwetter: Das Wichtigste in Kürze
Bei Unwetter gehören außenliegende Jalousien grundsätzlich nach oben, nicht nach unten.
Heruntergelassene Lamellen bieten dem Wind eine große Angriffsfläche und können sich verbiegen oder aus der Führung springen.
Eine hochgefahrene Jalousie liegt kompakt am Kasten an und bietet Sturmböen kaum Widerstand.
Windwächter erkennen kritische Windgeschwindigkeiten automatisch und fahren die Anlage rechtzeitig ein.
Nach jedem Unwetter lohnt sich eine kurze Sichtprüfung von Lamellen, Führungsschienen und Antrieb.
Jalousien bei Unwetter: oben oder unten?
Die Frage, ob Jalousien, die außen vor dem Fenster montiert sind, bei Sturm oben oder unten stehen sollten, lässt sich aus technischer Sicht klar beantworten: Bei starkem Wind und Unwetter sollten Jalousien vollständig hochgefahren werden. Im eingefahrenen Zustand liegt das Lamellenpaket kompakt im Raffstorekasten und bietet dem Wind nur eine geringe Angriffsfläche. Heruntergelassene Lamellen sind hingegen dem direkten Luftstrom ausgesetzt. Bei starken Böen können sie flattern, sich verformen oder aus der seitlichen Führung springen.
Sobald sich eine deutliche Wetterverschlechterung oder kräftige Windböen ankündigen, sollten die Jalousien möglichst frühzeitig eingefahren werden. So lässt sich die Angriffsfläche für den Wind reduzieren und das Risiko von Schäden an Lamellen, Raffstore-Führungsschienen und Antrieb verringern.
Wichtig ist dabei, immer die Herstellerangaben zur zulässigen Windgeschwindigkeit bei Raffstoren zu beachten. Je nach Bauart, Montage und Ausführung kann die Windfestigkeit einer Jalousie unterschiedlich ausfallen.
Wind statt Regen: die eigentliche Belastung
Bei Unwetter denken viele zunächst an Regen und Hagel, dabei ist es meist der Wind, der Jalousien am stärksten zusetzt. Böen erzeugen Druckstöße, die auf einzelne Lamellen wirken und diese zum Schwingen bringen. Bei anhaltend starkem Wind kann sich dieses Schwingen aufschaukeln, wodurch Lamellen gegeneinanderschlagen oder sich aus der Halterung lösen. Hochwertige Führungsschienen begrenzen dieses Risiko zwar, ersetzen aber nicht die richtige Bedienung im Ernstfall.
Auch bei einem herannahenden Gewitter sollte die Jalousie daher nicht erst bei den ersten starken Böen eingefahren werden. Wer die Anlage bereits beim ersten Donnergrollen hochfährt, muss sich um mögliche Windschäden während des Gewitters keine Gedanken mehr machen. Besonders kritisch sind dabei nicht die langanhaltenden Sturmphasen, sondern einzelne, unerwartet starke Böen. Sie treffen die Lamellen mit hoher Kraft und ohne Vorwarnung.
Schritt für Schritt: Jalousien vor dem Sturm sichern
1. Wetterwarnung ernst nehmen: Sobald eine Sturm- oder Unwetterwarnung für Ihre Region vorliegt, sollten Sie die Jalousien möglichst frühzeitig hochfahren.
2. Anlage vollständig einfahren: Fahren Sie die Lamellen bis zum Anschlag hoch, statt sie nur teilweise anzuheben, damit keine Fläche mehr im Wind steht.
3. Bewegliche Teile prüfen: Kontrollieren Sie kurz, ob sich die Jalousie ungehindert bewegen lässt und keine Lamelle klemmt.
4. Fenster und Türen schließen: Geschlossene Fenster verhindern, dass Wind zusätzlich auf die Rückseite der Anlage einwirkt.
5. Bei Abwesenheit vorsorgen: Wenn Sie während eines angekündigten Unwetters nicht zu Hause sind, ist eine automatische Steuerung von Vorteil, die unabhängig von Ihrer Anwesenheit reagiert.
Automatische Sicherung: Windwächter und Smart Home
Wer nicht bei jeder Wetteränderung selbst an die Bedienung denken möchte, profitiert von einer automatisierten Lösung. Ein Windwächter misst die aktuelle Windgeschwindigkeit und löst ab einem definierten Grenzwert automatisch das Einfahren der Jalousie aus. Diese Funktion arbeitet unabhängig davon, ob Sie zu Hause sind und reagiert deutlich schneller als eine manuelle Kontrolle es könnte.
In Kombination mit einer Smart Home-Steuerung lässt sich dieser Schutz noch erweitern: Sensoren können neben Wind auch Sonneneinstrahlung erfassen und die Position der Anlage entsprechend anpassen. ROMA arbeitet hierfür mit gängigen Systemen wie KNX, Loxone, Somfy TaHoma, Elero Yubii Home oder digitalSTROM zusammen, sodass sich die Sturmsicherung in eine bestehende Hausautomation integrieren lässt.
Nach dem Unwetter: Anlage kontrollieren
Auch wenn die Jalousie richtig positioniert war, lohnt sich nach einem stärkeren Sturm eine kurze Kontrolle:
Lamellen auf Verformungen oder Risse prüfen.
Führungsschienen auf Verschmutzung, Astwerk oder Blockaden untersuchen.
Laufgeräusche beim Auf- und Abfahren beachten, da diese auf lose Bauteile hindeuten können.
Bei elektrischem Antrieb die Funktion einmal testen, bevor die Anlage wieder regulär genutzt wird.
Fallen dabei Auffälligkeiten auf, sollten Sie die Prüfung nicht lange aufschieben, da kleinere Schäden bei erneutem Sturm schnell größer werden können.
Verlässlicher Schutz beginnt bei der richtigen Position
Jalousien bei Unwetter richtig zu bedienen, ist keine komplizierte Aufgabe, erfordert aber Konsequenz: Hochfahren statt Herunterlassen und frühzeitig reagieren statt bis zur letzten Minute warten. Noch komfortabler wird der Schutz mit modernen Sonnenschutzsystemen von ROMA, die Qualität, durchdachte Technik und intelligente Steuerungsmöglichkeiten miteinander verbinden.
Ein qualifizierter ROMA Fachpartner unterstützt Sie bei der Auswahl, Planung und Umsetzung Ihrer Sonnenschutzlösung. Über die ROMA Fachhändlersuche können Sie einen passenden Ansprechpartner in Ihrer Region finden und sich individuell zu den verschiedenen Möglichkeiten beraten lassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Jalousien bei Unwetter
Soll man bei Unwetter die Jalousien runter machen?
In aller Regel ist das Hochfahren die sicherere Wahl, da die Lamellen dann kompakt am Kasten anliegen und dem Wind kaum Fläche bieten. Bleibt die Anlage heruntergelassen, stehen die einzelnen Lamellen frei im Luftstrom und können sich bei Böen verformen oder aus der Führung lösen.
Sind Jalousien bei Sturm geeignet?
Was tun, wenn sich die Jalousie bei Sturm nicht mehr bewegen lässt?
Prüfen Sie zunächst, ob ein Fremdkörper wie ein Ast oder Laub die Führungsschiene blockiert, bevor Sie den Antrieb erneut betätigen. Lässt sich die Ursache nicht selbst beheben, sollten Sie einen Fachbetrieb hinzuziehen, um Schäden an Mechanik oder Antrieb zu vermeiden.