Jalousie bei Sturm – Sicherer Umgang bei starkem Wind
Um die Funktionalität des Sonnenschutzes zu bewahren, ist es wichtig, Jalousien bei Sturm richtig zu bedienen. Außenliegende Jalousien – auch Raffstoren genannt – bestehen aus beweglichen Lamellen, die dem Wind eine große Angriffsfläche bieten. Damit die sensiblen Bauteile Unwetterfronten unbeschadet überstehen, sollten Außenjalousien ab einer bestimmten Windstärke im Kasten bleiben. Erfahren Sie, ab welcher Windgeschwindigkeit Raffstoren bei Sturm hochgefahren werden sollten und wie Sie Ihren Sonnenschutz mit automatischer Steuerung vor Schäden schützen. So können Sie sicherstellen, dass Ihre Jalousien stabil und funktionsfähig bleiben.
Sie möchten Jalousien als Sonnenschutz nutzen?
Inhaltsverzeichnis
Jalousie bei Sturm: Das Wichtigste in Kürze
Jalousien sollten bei Sturm eingefahren im Kasten liegen und nicht vor dem Fenster bleiben.
Schienengeführte Systeme sind besonders stabil und können bis zu Windstärke 7 genutzt werden.
Seilgeführte Systeme halten Stürme bis Windstärke 5 aus.
Windwächter fahren Außenjalousien automatisch hoch, wenn die Windgeschwindigkeit kritische Grenzwerte überschreitet.
Solle man Jalousien bei Sturm hoch oder runter lassen?
Ob Jalousien bei Wind hoch oder runter gehören, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Falls Sie unsicher sind, welche Windstärke Ihre Außenjalousien aushalten, lautet die Devise immer: Jalousien hochfahren. Im eingefahrenen Zustand liegen die Lamellen sicher im Raffstorekasten und sind zuverlässig vor Umwelteinflüssen wie Wind, Regen und Hagel geschützt.
Achtung: Der Mythos, dass geöffnete Raffstorenlamellen bei starkem Wind Schäden vorbeugen können, ist falsch. Zwar lässt sich der Winddruck auf den Sonnenschutz so reduzieren, doch diese Stellung der Lamellen führt bei Böen zu störendem Klappern und Anschlagen. Außerdem werden die sensiblen Bauteile stark belastet, was auf Dauer zu Schäden an der Wendemechanik führen kann. Geöffnete Lamellen sind folglich dem Einfahren des Behangs in den meisten Fällen nicht vorzuziehen.
Außenjalousien mit Seil- und Schienenführung bei Sturm
Stabile Außenjalousien aus Aluminium müssen nicht bei jedem Unwetter hochgefahren werden. Je nach System gelten unterschiedliche Vorgaben. Hierbei kommt es insbesondere auf die Führung der Lamellen an. Grundsätzlich gilt: Schienengeführte Systeme sind stabiler als herkömmliche Seilführungen.
Schienengeführte Außenjalousien
Schienengeführte Außenjalousien können bei Unwetter bis zu einer Windgeschwindigkeit von circa 49 km/h (Windstärke 6) problemlos genutzt werden. Die Raffstore-Führungsschienen hält die schwenkbaren Lamellen sicher in Position, sodass sie sich nicht verbiegen können. Spätestens ab einer Windgeschwindigkeit von 62 km/h (Windstärke 8 oder höher) sollten aber auch die stabileren Jalousien eingefahren werden.
Auch wenn es bereits stark stürmt, ist es immer sicherer, die Jalousien nachträglich noch zu schließen. Denn grundsätzlich führt die Bedienung des Sonnenschutzes bei starkem Wind nicht zu Problemen oder Schäden. Wichtig ist nur, dass alle Lamellen windgeschützt im Kasten liegen – und das lieber spät als nie.
Seilgeführte Außenjalousien
Für seilgeführte Raffstoren gelten andere Grenzwerte als für Systeme mit Schienenführung. Die Führung ist anfälliger für Wind und sollte deshalb bereits bei Windgeschwindigkeiten ab 39 km/h (Windstärke 6) hochgefahren werden.
Auch wenn ein Sturm mit Hagel einhergeht, sollten die Jalousien unbedingt eingefahren bleiben. Viele Hausbesitzer tendieren dazu, ihren Sonnenschutz bei starken Witterungen zu schließen, um Fenster und Fassade zu schützen. Das kann bei Raffstoren allerdings die entgegengesetzte Wirkung haben: Bei starken Böen schlagen die beweglichen Lamellen gegen die Verglasung und können Schäden verursachen. Achten Sie also darauf, Ihre Jalousien bei Sturm – insbesondere Systeme mit Seilführung –immer rechtzeitig zu schließen.
Mehr zur Windgeschwindigkeit bei Raffstoren
Jalousien vor Sturm schützen: Automatische Steuerung und Windwächter
Der wirksamste Schutz für Jalousien bei Sturm ist eine Steuerung, die automatisch reagiert – auch wenn Sie nicht zuhause sind. Bei elektrischen Raffstoren ist das mithilfe von Windwächtern und Smart Home-Anbindung problemlos möglich.
Windwächter: Ein Windwächter misst die Windgeschwindigkeit an der Fassade und fährt die Raffstoren automatisch ein, sobald der eingestellte Grenzwert erreicht ist. Da Wind dynamisch ist und unter anderem von der Ausrichtung des Gebäudes sowie der Positionierung des Windwächters abhängt, empfiehlt es sich, den Grenzwert eher am unteren Ende des zulässigen Bereichs einzustellen. Der Behang fährt dann sicher ein, bevor die Belastung kritisch wird.
Smart Home: Über moderne Smart Home-Systeme wie Somfy TaHoma, KNX, Loxone oder elero ist die Bedienung von Raffstoren bei Sturm bequem per App möglich. So lässt sich der Behang jederzeit mit nur einem Knopfdruck schließen – auch bei Abwesenheit.
ROMA Raffstoren für optimalen Schutz bei Wind und Wetter
Windstabilität beginnt bei der Konstruktion. ROMA Raffstoren setzen auf stabile Führungsschienen und robuste Aluminiumlamellen für bestmögliche Stabilität bei Wind und Wetter. In Kombination mit automatisierter Steuerung lassen sich die Jalousien bei Sturm zuverlässig schützen, damit der Sonnenschutz weiterhin optimalen Blend- und Hitzeschutz bietet.
Kontaktieren Sie einen Fachhändler in Ihrer Nähe und lassen Sie sich zu geeigneten Sonnenschutz-Lösungen für Ihr Bauvorhaben beraten – individuell abgestimmt auf Lage, Ausrichtung und gewünschte Funktionalität.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Jalousien bei Sturm
Was passiert, wenn der Raffstore bei Sturm ausgefahren bleibt?
Bleiben Jalousien bei Sturm geschlossen, drückt der Wind ungehindert gegen die Lamellen, bringt sie in Schwingung und kann sie verbiegen oder aus der Führung reißen. Neben Schäden am Behang drohen dadurch auch Beschädigungen der Wendemechanik oder des Raffstore-Motors.
Wie funktionieren Windwächter für Raffstore bei Sturm?
Windwächter messen die Windgeschwindigkeit und fahren den Behang ab einem voreingestellten Grenzwert automatisch hoch. Lässt der Wind wieder nach, gibt das System den Behang wieder frei und die Raffstoren können wieder normal genutzt werden.
Gilt die Empfehlung zum Einfahren auch für Rollladen?
Nein, denn ein geschlossener Rollladenpanzer bildet eine feste Fläche und darf auch bei starkem Wind unten bleiben. Rollladen schützen das Fenster in dieser Stellung, während Jalousien bei Sturm wegen ihrer beweglichen Lamellen eingefahren gehören.